Das politische Geschehen in Essingen aus der Sicht der FWG Drucken

Herbst: Die FWG stellt die schon im Frühjahr designierte Susanne Volz als Ortsbürgermeister-Kandidatin auf.

Der Erlös vom gut besuchten FWG-Grillfest geht an die Jugendfeuerwehr, die dafür einheitlich gestaltete T-shirts kauft.

Im Frühjahr 2013 verlangt OBM Doppler zum Haushalt auch von der FWG ultimativ ein Ja. Bei Zuwiderhandlung (die dann prompt folgt) droht er mit Konsequenzen - allerdings für den ABV ...

Die CDU will aus dem denkmalgeschützten Reiterhof (plus Ackerland) ein großes Gewerbegebiet am Dreihof machen. Was sich für die Inhaber ganz hervorragend rechnet, passiert den Essinger Rat mit denkbar knapper Mehrheit, fällt aber auch im zweiten Anlauf der Essinger CDU-SPD-Koalition in der Verbandsgemeinde durch.

Die nicht stimmberechtigte FWG muß sich Märchen zur Jahresrechnung 2009 anhören wie das vom "gestiegenen Eigenkapital" (in Wirklichkeit wurde bloß die falsche Eröffnungsbilanz korrigiert) und das von "extrem stabilen Verhältnissen" der Finanzen - bei wohlgemerkt einem JahresVERLUST von 204 tausend Euro ...

2012 stößt die FWG Veränderungen des Friedhofs-Konzepts im Sinne einer zeitgemäßen Bestattungskultur an. Diese würden in Form einer konkreten Planung der nächsten Einwohnerversammlung vorgelegt, sagt OBM Doppler zu - und beläßt es bei diesen warmen Worten.

Der VfL bekommt das beantragte eine Jahr Zeit, um seinem Zaun beim Fußballplatz den richtigen Verlauf zu geben. Auch aus Sicht der FWG geht das in Ordnung.

Die FWG-Generalversammlung im Sommer bilanziert, daß die regierende CDU-SPD-Koalition auf zahlreichen Feldern der Ortspolitik nicht angemessen arbeitet. Wenn praktikable, wirtschaftliche und rechtlich saubere Beschlüsse das Leitbild sein sollen, dann müsse eine andere Ortspolitik her.

Als im Frühjahr 2012 CDU und Teil-SPD endlich einsehen, daß sie nicht gegen 300 Bürger und die FWG Politik machen können, also die Glocken wieder viertelstündlich schlagen, schlägt auch die Stunde der Wendehälse. Jedenfalls stellt Herr OBM Doppler sich vor eine Fernsehkamera und läßt die traditionelle Idylle mit Kirche(nschlag) im Dorf hochleben - dabei hatten doch gerade er und seine CDU-SPD-Koalition den Glockenschlag überhaupt erst verstummen lassen !

Mit ähnlich treuem Augenaufschlag lobt die CDU-SPD-Koalition ihren 2012er Etat: Daß aus der geplanten halben Million Plus dann eine tatsächliche Null wird, zeigt sich erst ein Jahr später. Die FWG lehnt (wie die GBL) den Haushalt ab: Der Schuldenabbau bleibt halbherzig, Impulse für die Dorfentwicklung Mangelware.

2012: Eröffnung des renovierten Jugendtreffs.

Winter 2011: Nachdem zahlreiche Bürger auf uns zugekommen sind, sammelt die FWG 305 Unterschriften für die Wiedereinführung des Viertelstundenschlags der Kirchenglocken. Der Rat lehnt letztlich ab; allerdings bröckelt seine gewohnte Formation: FWG und GBL dafür, CDU dagegen, SPD gespalten und völlig orientierungslos (erst für stumme Glocken, dann Kehrtwendung per Unterschriftenliste, zu schlechter Letzt Enthaltung im Rat) beim Vertreter der FDP ...

Nach der Sommerpause tritt Mario Bierle als Beigeordneter zurück, wohl weil er nicht als künftiger Bürgermeister kandidieren mag. Seinem Nachfolger Bernd Schweikart (CDU) bleibt eine Stimme aus den CDU/SPD/FDP-Reihen versagt. Dagegen bekommt unsere zur 1. Beigeordneten kandidierende Susanne Volz eine Stimme mehr, als die FWG Ratsmitglieder stellt.

Während Vodafone kräftig Verträge abschließt über schnelles Internet per Funk, stocken die Arbeiten am von der Gemeinde favorisierten Breitbandkabel, das nun angeblich Ende 2012 zur Verfügung stehen soll.

Die Feuerwehr findet bei der Kerwe keinen rechten Platz und betreibt erstmals keinen Ausschank.

Sommer 2011: Als finanziell unsolide lehnt die FWG den Essinger Haushalt mit seinem erneuten Schuldenrekord (gemeinsam mit dem Vertreter der GBL) ab.

Frühjahr 2011: Arg schnell entspricht der Gemeinderat dem Verlangen von 14 Bürgern nach weniger Glockengeläut im Dorf. Aus der FWG gibt es keine Unterstützung für die beschlossene Regelung, in der zahlreiche Bürger einen Verlust von einem Teil ihrer traditionell gewohnten Lebenswelt sehen.

Herbst 2010: Bloß gut, daß die FWG nicht mitgemacht hat beim Abnicken der Umbaupläne des Ortsbürgermeisters für den Jugendtreff. Hatte der Rat doch selbst auf Nachfrage nicht mal gesagt bekommen, welche Materialien Verwendung finden würden - z.B. Kupfergauben, während die Behinderten AUS KOSTENGRÜNDEN ursprünglich in ein anderes Gebäude zur Toilette gehen sollten (siehe dazu auch unseren Bürgerbrief).

Sommer 2010: Als nach einem Unwetter Wasser im Kindergarten steht, verlangt die FWG eine dringliche Sitzung des Rates, die umgehend stattfindet.

Mai 2010: Der Haushalt 2010 ist wie schon sein Vorgänger nicht ausgeglichen. Zudem verdreifacht er - vor allem für einen teuren Neubau des Jugendtreffs - den Schuldenstand der Gemeinde. Ein derartiges Projekt überfordert aus Sicht der FWG die Essinger Finanzkraft zu Lasten anderer bzw. vordringlicher Maßnahmen wie der Erhaltung von Wegen, Straßen, Dalberghalle usw. Zusammen mit der GBL stimmt die FWG gegen den Haushalt, den die Kreisverwaltung nur mit sozusagen gelber Karte wegen "möglicher Gefährdung der dauerhaften Leistungsfähigkeit" der Gemeinde genehmigt.

Sommer 2009: Nach einem unerfreulich harten Wahlkampf in Essingen erzielt die FWG 26,7% zum Gemeinderat und 41,1% mit Brigitte Novak-Josten als Bürgermeister-Kandidatin. Auch mit diesen beiden Rekordergebnissen bleibt die FWG dennoch in der Opposition. Gegen die Stimmen der FWG leistet sich die neue Ratsmehrheit erst einmal den Luxus, die zwei neuen Ortsbeigeordenten (ganz anders als ihre FWG-Vorgänger Rochus Rehers und Kuno Volz) mit jeweils einem eigenen Geschäftsbereich und eigener Aufwandsentschädigung zu installieren.