Generalversammlung 2012 Drucken

Die Freie Wählergruppe sieht diverse Defizite auf mehreren Feldern der Ortspolitik. Im Lichte dieser Bilanz hielt die Mitgliederversammlung eine andere Kommunalpolitik für Essingen für erforderlich. Neue Impulse setzen will die FWG beim Friedhof.

Nachdem Vorsitzender Waldemar Pahle auf gesellschaftliche Aktivitäten wie die jährliche Korksammlung oder die Pflege einer innerörtlichen Blumeninsel eingegangen war, berichtete Fraktionsvorsitzende Brigitte Novak-Josten aus der Ratsarbeit. Diese würde mehr Freude machen, wenn alle politischen Kräfte die anzugehenden Maßnahmen bzw. Projekte über mehrere Jahre hinweg gemeinsam planen und dann sukzessive abarbeiten würden. Solche ganzheitlichen Konzepte habe sie jedoch seltener erlebt als den vermeidbaren Wechsel von langfristiger Passivität zu dann plötzlicher Dringlichkeit. Dass eine insofern kurzatmige Planung der Gemeinde nicht immer praktikable, wirtschaftliche und rechtlich saubere Ergebnisse bringe, liege dabei auf der Hand.

So habe etwa die vorgenommene Dämmung anders als angekündigt die Lüftungsprobleme der Dalberghalle nicht komplett beseitigt.

Die kontinuierlichen Investitionen der Gemeinde in den Rasenplatz hätten immer noch nicht die angestrebte Platzqualität gebracht.

Auch habe man erst dieses Jahr einen Planer engagiert, obwohl im Voraus bekannt war, dass es für die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik jetzt nur noch 25 statt 40 Prozent Zuschuss gibt.

Aus den Ausschüssen berichteten Susanne und Kuno Volz, dass angesichts aufzuarbeitender Mängel die generelle Pflege von Einrichtungen, Anlagen oder Landwirtschaftswegen oft zu kurz komme und bereits Versprochenes auf die lange Bank geschoben werde.

Auf Anregung von Ratsmitglied Rochus Rehers diskutierte die Versammlung den aktuellen Wandel in der Bestattungskultur. Die Gemeinde solle den vielfältiger werdenden Wünschen bezüglich der Bestattung gerecht werden und das Friedhofsgelände entsprechend gestalten. Dabei solle man auch gleich die Instandsetzung der Bauteile der Friedhofshalle angehen, bei denen der entsprechende Bedarf offensichtlich sei.

Dem Rechner Martin Maurer, der einen positiven Kontostand vortrug, bestätigte Revisorin Mechthild Rehers eine tadellose Kassenführung. Die Vorstandschaft wurde ohne Einwände entlastet.

Manfred Novak